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Infos zu den Gegenprotesten am 17.8.2015 von NoThügida

Hiermit geben wir nun sämtliche Aktionen* rund um den 17.08.2015 bekannt, einem unter Neonazis bedeutsamen Datum, welches das rassistische Kollektiv THÜGIDA benutzt, um seine menschenfeindliche, faschistische, antisemitische Gesinnung zu präsentieren.
Dabei wird es die Organisatoren und deren Mitläufer unendlich froh stimmen, dass dieses Datum, genau wie das des 20.04 im Jahre 2015 auf einen Montag fällt / fiel (damals spazierten sie durch Eisenberg), sodass sie diese vermeintliche „Symbolträchtigkeit“ für ihre Zwecke zu nutzen.

Also: Montag Nachmittag und Abend nichts vornehmen! Erscheint zahlreich zum Gegenprotest! Lasst uns gemeinsam Flagge zeigen! In SUHL / SCHLEUSINGEN + EISENBERG + NORDHAUSEN + ERFURT! ÜBERALL!

Erfurt:
Kreuzung Vilniuser / Mainzer Str.

Suhl:
Dianabrunnen; Fritz Zeth Statue & Platz der deutschen Einheit / 15:00Uhr
Marktplatz / 18:00Uhr

Schleusingen:
Marktplatz / 17:00 – 18:00 Uhr
https://www.facebook.com/events/407994676077682/

Nordhausen:
Lutherplatz / ab 16:00 Uhr
https://www.facebook.com/events/859556687448039/

Eisenberg:
Jenaer Str. 49 / 17:00 Uhr;
August-Bebel-Str. – Ecke Schützenplatz & Roßplatz / 18:00 Uhr

nt20150817

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Thügida in Erfurt und Gegenaktionen

fckthuegidaDie antifaschistische Sommerpause ist beendet. Die zur Vernetzung rassistischer Aktionen unterschiedlicher extrem rechter Gruppen und Parteien gegründete Thügida Plattform mobilisiert nächsten Montag 17.08. zu einer Neuauflage ihrer Aufmärsche gegen Flüchtlinge. U.a. will sie in Städten mit Erstaufnahmeeinrichtungen wie Eisenberg und Suhl (und vermutlich als Ausweichort Schleusingen) hetzen. Aber auch in Erfurt und Nordhausen haben Nazis Aufmärsche angemeldet und angekündigt. In Erfurt soll diese von 19 bis 22 Uhr vom Berliner Platz ins Rieth in die Nähe der Flüchtlingsunterkunft in der Mittelhäuserstraße führen. U.a. soll der Berliner NPD Vorsitzende Sebastian Schmidtke dort reden. Aufgrund der terminlichen Überschneidung mit dem Todestag des Hitler Stellvertreters Hess – einem traditionellen Aufmarschdatum von Neonazis – ist zudem mit einer größeren Beteiligung von Neonazis zu rechnen.

Daher: Beteiligt euch an Gegenaktionen! Gerade an diejenigen, die sich an den No Thügida Aktionen in der Innenstadt beteiligt haben, richten wir die Bitte auch nach Erfurt-Nord zu kommen, um den lokalen Antifaschist_innen und Nazigegner_innen unter die Arme zu greifen. Der gemeinsame Besuch des Filmpiratenfilms zur Kammwegklause sollte Schule machen. Direkt an der Naziroute wird eine Gegenkundgebung vor der Vilnius-Passage stattfinden.

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Veranstaltung zur Eurokrise, Sarrazin als “Finanzexperten” widerlegen – 16.01., 19:00 Uhr Radio FREI

Am 16.01.2013 kommt Thilo Sarrazin erneut nach Erfurt. Nachdem er im vergangenen Jahr die rassistischen Thesen seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ vorstellte, die das Anti-Sarrazin Bündnis Erfurt mit Protesten begleitete, tritt er diesmal als vermeintlicher Finanzexperte auf. Wie prominente WissenschaftlerInnen betont er dabei die Überlegenheit der deutschen Exportorientierung und kritisiert die derzeitige Eurostabilisierung aus rechtskonservativer Perspektive.

Sarrazin bedient dabei das Bedürfnis der deutschen Öffentlichkeit seit dem Ausbruch der Eurokrise, klare Schuldige für wirtschaftliche und soziale Verwerfungen zu bestimmen. In einer fiebrigen Suche werden immer neue Sündenböcke durch die mediale Arena getrieben, deren Machenschaften oder Unterlassungen für die Krise ursächlich sein sollen: Seien es nun die verschuldeten Italiener oder Griechen, denen ein „mentalitätsbedingter“ südländischer Schlendrian angedichtet wird, oder die „raffgierigen“ Banker und Spekulanten, deren wilde Zockereien die reale Wirtschaft in den Abgrund gerissen haben sollen – immer werden hierbei die Krisenursachen einer bestimmten Menschengruppe zugeschrieben. Die Ursachen wie Folgen der Krise werden bei dieser verkürzten Sicht auf die Krise personifiziert, sie werden zu Eigenschaften oder Charaktermerkmalen bestimmter Personengruppen stilisiert. Systemische Ursachen bleiben außerhalb der Betrachtung.

In Abgrenzung zu dieser verkürzten Sichtweise verortet der Referent Tomasz Konicz die Ursachen der gegenwärtigen Krise in den Widersprüchen des kapitalistischen Systems selber. Der Kapitalismus stoße – so die These des Referenten – an seine Entwicklungsgrenzen, weil er überaus erfolgreich bis zum Exzess eben das vollführt habe, was alle Apologeten unentwegt an ihm preisen: Die konkurrenzvermittelte Steigerung der Produktivität zwecks Profitmaximierung. Aufgrund einer weiter rationalisierten Warenproduktion, die mit immer weniger Arbeitskräften immer größere Warenberge ausstoßen kann, bricht zugleich die kaufkräftige Massennachfrage für eben diese Warenberge weg. Das System sei demnach zu produktiv für sich selbst geworden, und kann nur noch vermittels schuldengenerierter Nachfrage – oder strikter Exportfixierung, wie im Fall Deutschlands – aufrechterhalten werden.

Dr. Tomasz Konicz, geb. 1973 in Olsztyn/Polen, studierte Geschichte, Soziologie, Philosophie in Hannover sowie Wirtschaftsgeschichte in Poznan. Arbeitet als freier Journalist mit dem Schwerpunkt Osteuropa.

via sarrazinabsagen.wordpress.com

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