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Pressemitteilung 01. Mai 2013: 280 Meter x 0 = keinen Meter

Die ake freut sich:

Pressemitteilung 01. Mai 2013: 280 Meter x 0 = keinen Meter

Erfolgreiche Proteste gegen den Aufmarsch gewaltbereiter Nazis

20130501

Den Aufmarsch von ca. 200 Neonazis der sogenannten „Freien Kräfte“ haben heute ca.1000 Antifaschist*innen erfolgreich blockiert.
Ulli Klein, Sprecherin der [ake], erklärt: „Die Freien Kräfte um Ihren Versammlungsleiter Michael Hartmann haben den Versuch unternommen, am Tag der traditionellen linken Demonstrationen und 80 Jahre nach der Zerschlagung der Gewerkschaften durch das Naziregime, einen Aufmarsch durch Erfurt durchzuführen. Uns ist es mit Hilfe von Kundgebungen, der DGB Demonstration und mehreren Blockaden gelungen, dass die Nazis nicht wie geplant laufen konnten.“

Gegen Mittag standen zwei antifaschistische Blockaden im Nonnenrain/Clara-Zetkin-Straße und Nonnenrain/Windhorststraße. Die Letztere wurde von der Polizei geräumt, doch die Naziroute war trotzdem blockiert.  In der Schillerstrasse gelang es zudem, den Lautsprecherwagen der Nazis zu blockieren.

Durch die Blockaden konnte der Naziaufmarsch frühzeitig am marschieren gehindert worden. Gegen 15 Uhr ließ die Polizei die Nazidemo dann loslaufen, doch aufgrund der Blockade musste der Aufmarsch nach 280 Metern abgebrochen werden, die Nazis mussten umdrehen.

Ulli Klein, die Sprecherin der [ake], erklärt abschließend: „Wir freuen uns, dass dem Aufruf des „Keinen Meter“-Bündnisses so viele Menschen gefolgt sind und sich aktiv den Nazis in den Weg gestellt haben. Wir danken Allen, die sich heute den Nazis konsequent in den Weg gestellt haben.

Die Faschisten um Michael Fischer und „Pro Erfurt e.V.“ haben es im letzten Jahr in Erfurt zu einfach gehabt, mit Aufmärschen und Kundgebungen in die Öffentlichkeit zu treten. Leider gehen wir davon aus, dass sich das auch nach dem 01. Mai nicht ändern wird. Darum gilt es auch weiterhin, entschieden den Nazis entgegen zu treten. Der 1. Mai hat gezeigt, dass antifaschistischer Protest erfolgreich sein kann.“

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Flyer: Worum geht es Nazis am 01. Mai?

PDF (2 Seiten) nach dem Klick auf die Vorschau:
th_flyer_1mai

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Nazi-Aufmarsch am 1. Mai 2013 in Erfurt verhindern! Wir können sie stoppen!

Für den 1. Mai 2013 haben Neonazis nach eigenem Bekunden erneut einen Aufmarsch durch Erfurt angemeldet. Unter dem Motto „Arbeit, Recht, Freiheit“ wollen Neonazis aus dem Spektrum der gewalttätigen „Kameradschaften“ und „Autonomen Nationalisten“ den traditionellen Termin der Arbeiter_innenbewegung und der Gewerkschaften vereinnahmen. Die Organisatoren des Aufmarsches haben in Erfurt, Weimar und dem Weimarer Land in den vergangenen Monaten immer wieder Aufmärsche und Kundgebungen durchgeführt.

Am 1. Mai 2012 wollten sie in Weimar aufmarschieren. Da sie aber nicht genügend Ordner stellen konnten, die nicht einschlägig vorbestraft waren, untersagte die Stadt Weimar und der dortige Oberbürgermeister den Aufmarsch. Im Anschluss konnten sie jedoch in Erfurt ungehindert und mit Genehmigung der Stadt eine Kundgebung durchführen. Die gleichen Personen, die in Weimar nicht als Ordner zugelassen wurden, wurden in Erfurt akzeptiert.
Bei einem anderen Aufmarsch, im September 2012 in Erfurt, konnten Neonazis aus diesem Spektrum während der Versammlung Aufrufe zu Gewalt und Mord skandieren – Polizei und Ordnungsbehörde schritten nicht ein.
Stattdessen hielten sie zahlreiche Antifaschist_innen davon ab, zum Protest an den Bahnhof zu gelangen.

Die „antifaschistische koordination erfurt“ [ake] hatte mehrfach davor gewarnt, dass durch das falsche Agieren der Stadt und den ausbleibenden breiten Protest gegen Nazis, Erfurt zu einem „Paradies“ für Naziaufmärsche würde. Der erneute Aufmarsch ist letztlich das Ergebnis hausgemachter Probleme Erfurts.

Ulli Klein, Sprecherin der [ake] kommentiert: „Der Aufmarsch muss verhindert werden. Wir erwarten, dass sowohl von den Verantwortlichen der Stadt als auch aus der Bevölkerung schnell Signale kommen, dass es gegen einen Nazi-Aufmarsch am 1. Mai erheblichen Protest geben wird. Ich hoffe, dass die Stadt aus den Fehlern der letzten Monate gelernt hat und diesesmal an der Seite von Antifaschistinnen und Antifaschisten steht, die sich den Rassisten, Neonazis und Feinden der Demokratie entgegen stellen.“ Klein kündigt abschließend an: „Die erfolgreichen Aktionen und Blockaden gegen Nazis am 1. Mai 2007 und 2010 sowie im Sommer 2012 auf dem Domplatz zeigen: Erfurt hat Potential! Gemeinsam können wir sie stoppen!“

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