Gegen Neonazis in Erfurt am 8. Mai – wer nicht feiert, hat verloren!

Nachdem am vergangenen Sonntag bereits 250 Neonazis durch Erfurt ziehen konnten, steht am 8. Mai 2016 bereits der nächste extrem rechte Aufmarsch bevor. Unter dem Motto „Wir feiern nicht“ mobilisiert der Thüringer Ableger des Holocaustleugner-Dachverbandes „Europäische Aktion“ (EA) für 12.00 Uhr zu einem „Trauermarsch“ nach Erfurt. Während der sechsstündigen Aktion soll neben dem Thüringer „Gebietsleiter“ Axel Schlimper auch der EA-Gründer und Holocaustleugner Bernhard Schaub sprechen. Die Stadt Erfurt hat den Aufmarsch zwar verboten – angesichts der jüngsten Gerichtsentscheidungen in ähnlichen Fällen ruft die antifaschistische koordination erfurt [ake] jedoch weiterhin zu Protesten auf. „Der 8. Mai ist ein Tag zum Feiern, denn er ist der Jahrestag der Befreiung vom NS-Faschismus. Genau das werden wir auch den Antisemit_innen und Geschichtsrevisionist_innen der EA zeigen, wenn sie am Sonntag wirklich nach Erfurt kommen“, erklärt Ulli Klein für die [ake]. Ein erster Anlaufpunkt ist ab 9.00 Uhr die angemeldete Feiermeile auf dem Angerdreieck.

Ohnehin droht die Thüringer Landeshauptstadt erneut zu einem Hot Spot für Aufmärsche und Kundgebungen von Neonazis zu werden. Schon vier Wochen nach der geplanten Aktion der EA ruft die extrem rechte Gruppierung „Patriotische Europäer sagen nein“ (PEsn) zu einem Aufmarsch am 4. Juni in Erfurt auf. „Dass Patriotismus dem gesunden Menschenverstand schadet, ist nicht erst seit den unsäglichen ‚Pegida‘-Aufmärschen in Dresden bekannt. Wir werden es auch am 4. Juni nicht zulassen, dass Neonazis ihre rassistischen und menschenverachtenden Inhalte in Erfurt verbreiten können“, so Klein abschließend.

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