Archiv für den Monat März 2015

Auch künftig gilt: Klare Kante gegen „Thügida“

Nach dem Ende der extrem rechten „Sügida“-Veranstaltungen in Suhl liegen im Erfurter Norden für die kommenden Montagabende Anmeldungen für Aufmärsche unter dem Label „Thügida“ vor.

Die Neonazis halten damit an ihrem rassistischem Aufmarsch vor der Flüchtlingsunterkunft in der Ulan-Bator Straße fest, den Antifaschist_innen am 23.03.2015 erfolgreich blockiert haben.
„Auch wenn die Organisatoren versuchen, ihre Aktion als Veranstaltung ‚besorgter Bürger‘ zu deklarieren, wird schon anhand der Teilnehmer_innen und Parolen klar, dass es sich um einen klassischen Aufmarsch der extremen Rechten handelt“, erklärt Ulli Klein, Sprecherin der Antifaschistischen Koordination Erfurt [ake]. Allein die Redner und ihre rassistischen und antisemitischen Äußerungen auf der Auftaktkundgebung von „Thügida“ hätten Grund genug sein sollen, diese Veranstaltung noch vor dem Aufmarsch zu beenden. „Dass ein extrem rechter Aufmarsch aber in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft gestattet wird, ist ein Schlag ins Gesicht der Engagierten vor Ort“, so Klein. Die [ake] ruft weiterhin zum Protest gegen „Thügida“ auf und fordert alle Bürger_innen und Antifaschist_innen auf, sich der rassistischen Mobilmachung auch an den kommenden Montagabenden entgegen zu stellen.

Die nächste Möglichkeit dafür bietet sich am 30.03.2015 um 17.30 Uhr bei der Gegenkundgebung in der Ulan-Bator-Straße 76/77.

Nach SÜGIDA kommt ThüGIDA – Auftakt in Erfurt am 23.03.2015

Der extrem rechte Südthüringer Ableger der bekannten PEGIDA-Bewegung „Sügida“ weitet seine rassistischen Aufmärsche landesweit aus. So sollen wöchentlich Kundgebungen und Aufmärsche in wechselnden Städten Thüringens stattfinden.

Am kommenden Montagabend wollen dabei Thüringer Neonazis vor einer Asylunterkunft in der Erfurter Ulan-Bator-Straße gegen eine angebliche „Überfremdung unserer Heimat“ hetzen. Angemeldet hat diese Kundgebung ein Erfurter Neonazi, der seit vielen Jahren an Aufmärschen der extrem Rechten beteiligt ist. Sascha Wühr war mit weiteren Neonazis unter anderem auf etlichen SÜGIDA Aufmärschen in Suhl anzutreffen.

Die Antifaschistische Koordination Erfurt [ake] hat am 23.03.2015 eine Gegenkundgebung um 17.30 Uhr in der Ulan-Bator-Straße 76/77 angemeldet und ruft auf, sich daran zu beteiligen! „Die menschenfeindliche Hetze von rechts hat in den letzten Monaten stark zugenommen und wird auch von Teilen der Bevölkerung mitgetragen. Wir müssen uns gemeinsam in Suhl, Erfurt und anderswo gegen diese rassistische Mobilmachung stellen. Wir fordern alle Bürger_innen und Antifaschist_innen auf, den Nazis nicht den Raum für ihre rechte Propaganda überlassen.“, so Ulli Klein, Sprecherin der [ake].

Rechte Hooligandemo für den 15.3. abgesagt

Die rechte Hooligan-Gruppierung „Gemeinsam Stark Deutschland“ (GSD) hat ihren Aufmarsch in Erfurt für den 15.03 abgesagt und auf einen noch unbekannten Termin verschoben. Stattdessen plant sie, in Wuppertal und Hamburg „Salafisten direkt die Stirn zu bieten“. Diese Ankündigung ist eine nur wenig beschönigende Umschreibung für die Gewaltbereitschaft, mit der auch in Erfurt gerechnet werden muss, wenn ein Ersatztermin für den Aufmarsch feststeht. Allein der direkte Bezug zur rassistischen Mobilmachung auf dem Herrenberg aus der extrem rechten Szene lässt erahnen, wie die Zusammensetzung einer Kundgebung oder eines Aufmarsches in Erfurt aussehen wird.

Das Bündnis „Platzverweis für rechte Hooligans! Rote Karte für Rassismus und Nationalismus!“ ruft deshalb dazu auf, auch dem nächsten Aufmarsch entschlossen praktischen Widerstand entgegensetzen und ihn zu blockieren.

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