Organisierte Nazigewalt bei rechter Pegada Demonstration in Erfurt

Am heutigen Samstag, 24.1.2015, haben in Erfurt ca. 600-700 Teilnehmer_innen an einer antiamerikanischen und antisemitischen Demonstration von Pegada „EnDgAmE“ teilgenommen. Unter den Teilnehmer_innen waren ca. 200 organisierte Neonazis und rechte Hooligans. Bei den extrem Rechten hat sich auch der Erfurter NPD Stadtrat Enrico Biczysko befunden.

An den Gegenprotesten nahmen insgesamt ca. 800 Menschen in Erfurt teil. Mehrfach konnte es den Neonazis gelingen Antifaschist_innen, Gewerkschafter_innen, Politiker_innen und Fotojournalist_innen anzugreifen.

„Es ist ein Skandal, dass trotz mehrfacher Warnungen im Vorfeld an Polizei und Stadtverwaltung und den Erfahrungen der 1. gewalttätigen Hogesa-Demonstration in Köln, heute Nazis und rechte Hooligans Gegendemonstrant_innen angreifen konnten. Erneut versuchten Nazis das Transparent der antifaschistchen Koordination Erfurt [ake] mit dem Schwur von Buchenwald zu zerstören.“ Stellt die Pressesprecherin der [ake] Uli Klein empört fest.
Durch Blockaden auf der Strecke konnten die Antisemiten, Verschwörungstheoretiker und ihre Nazifreunde nicht wie geplant ihre Abschlusskundgebung auf dem Domplatz abhalten. Stattdessen liefen sie eine stark verkürzte Strecke zurück zum Hauptbahnhof. Auch auf der Abschlusskundgebung wurden unter den Augen der Polizei erneut Gegendemonstrant_innen angegriffen.

„Heute hat sich gezeigt, dass sich hinter dem Ruf nach Frieden in Erfurt Gewalttäter und Neonazis verschanzen. Die Organisatoren hatten im Vorfeld die Aufrufe von HoGeSa begrüßt. Aus der Erfurter Montagsmahnwache ist heute eine der größten Querfrontdemonstrationen der letzten Jahre entstanden. Der Auftritt von Jürgen Elsässer im vergangegen Jahr hat bereits gezeigt, wessen Geistes Kind die Erfurter Organisatoren um Konstantin Stößel sind. Auch damals waren mehrere Neonazis bei der Mahnwache anwesend.“ merkt Uli Klein an. „Die Forderungen der PEGADA nach u.a. der Beendigung einer imaginierten US-Besatzung sind extrem rechter Konsens. Die Organisatoren der Demonstration tragen die Verantwortung für die heutigen gewalttätigen Übergriffe.“

Die antifaschistische Koordination Erfurt bedankt sich bei allen Anwesenden, die sich trotz massiver Angriffe dem extrem Rechten Aufmarsch entgegengestellt haben, sich nicht einschüchtern haben lassen und die Strecke der PEGADA-Demonstration verkürzten.

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