Pressemitteilung der antifaschistischen koordination erfurt [ake] zu den NPD Kundgebungen am 10.5.2014 in Erfurt

Für den 10.05.2014 hatte die NDP Erfurt 2 Kundgebungen auf dem Moskauer

Platz angemeldet. Unter dem Thema „Asylflut stoppen“ haben sich ca. 45

Neonazis aus verschiedenen Städten Thüringens auf dem ehemaligen

KuFz-Gelände getroffen um gegen Flüchtlinge zu hetzen. Unter den Teilnehmern

waren unter anderem die vorbestraften Neonazis Enrico Biczysko und Michael

Fischer. Bereits auf der Anfahrt zum 1. Kundgebungsort provozierte und

bedrohte Michael Fischer wartende Gegendemonstrant*innen.

 

Die „Initiativgruppe Moskauer Platz“, welche aus unterschiedlichen Parteien,

Vereinen und Einzelpersonen besteht, hat für beide Kundgebungen zu

Gegenprotesten aufgerufen. Ca. 70 Erfurter*innen sind dem Aufruf gefolgt und

setzten ein klares Zeichen gegen Rechts, gegen Menschenverachtung und

Rassismus der NPD. Mit Pfeifen, Tröten und Megaphonen wurde die erste

Kundgebung am Edeka lautstark gestört.

 

Als die NPD zu ihrem 2. Kundgebungsort in die Ulan-Bator-Straße maschieren

wollten, gelang es Gegendemonstrant*innen kurzzeitig den Gehweg durch eine

Sitzblockade versperren.

 

Trotz anwesender Polizei griffen daraufhin mehrere Neonazis die Blockade an

und schlugen und traten auf zwei auf dem Boden sitzende

Gegendemonstrant*innen ein. Ein Neonazi wurde daraufhin festgenommen. Laut

Augenzeugen äußerte sich ein Polizist dazu mit der Aussage: „Ist doch eure

Schuld, wenn ihr euch dort hinsetzt.“

 

„Anscheinend ist es bei der Polizei immer noch nicht angekommen, dass es

sich bei diesen Neonazis um zum Teil verurteilte Gewalttäter und Schläger

handelt, von denen eine Gefahr für Leib und Leben für alle ausgeht, die

nicht in ihr beschränktes Weltbild passen. Die Einsatzleitung muss sich

fragen, warum die eingesetzten Beamt*innen die Sicherheit von

Gegendemonstrant*innen nicht gewährleisten konnten“ so Ulli Klein, die

Pressesprecherin der Antifaschistischen Koordination Erfurt. „Unverständlich

ist auch, warum die Erfurter Ordnungsbehörde die nach dem Angriff erfolgte

zweite Kundgebung nicht verboten hat.“

 

Auch auf dem Rückweg zum ehemaligen KuFz-Gelände versuchten Neonazis immer

wieder Antifaschist_innen anzugreifen.

 

Abschließend resümiert Ulli Klein: „ Wir lassen uns von den Gewalttätern der

NPD nicht einschüchtern. Die Übergriffe der Nazis haben auch heute wieder

gezeigt wie wichtig es ist, dass sich ihnen viele in den Weg stellen.

 

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