Erneutes Neonazi-Konzert in Erfurter Wohngebiet

Pressemitteilung der [ake]

Am Silvesterabend (31.12.2013) wollen Neonazis erneut in Erfurt ein RechtsRock-Konzert veranstalten. Im rechten Szene-Treffpunkt „Kammwegklause“ in der Tungerstraße, der schon mehrfach Veranstaltungsort für derlei Aktivitäten war, und das mitten im Wohngebiet Herrenberg, sollen die bereits einschlägig aufgefallene Band „Brauni und Klampfe“, der Musiker „Steven“ von der rechten Band „Kinderzimmerterroristen“ und der Neonazi-Liedermacher „Resistenzia“ auftreten. Das Konzert wird bereits im Internet beworben.

Die „Kammwegklause“ dient seit einem Betreiberwechsel vor einigen Monaten als wichtiger Treffpunkt der Erfurter Neonazi-Szene. Wiederholt und nahezu ungestört fanden hier Veranstaltungen, Konzerte und Treffen der militanten rechten Szene statt. Mitte April dieses Jahres löste die Polizei hier beispielsweise eine Party und einen Auftritt einer Neonazi-Band auf, nachdem volksverhetzende Parolen gerufen worden waren. Unter der gleichen Adresse wie die Kneipe betreibt der Neonazi und ehemalige Soldat
Enrico Biczysko auch ein Ladengeschäft und den Versand „Patriot“ für Neonazi-Bekleidung.

Ulli Klein, Sprecherin der „antifaschistische koordination erfurt [ake]“, sagt: „Wir fordern den Eigentümer der Immobilie auf, den Mietvertrag mit der Kneipe und dem Ladengeschäft umgehend zu kündigen! Aber auch Politik, Verwaltung und Gesellschaft sind in der Pflicht, mit dafür zu sorgen, dass der Neonazi-Treffpunkt mitten in einem Wohngebiet wieder geschlossen wird! Es darf in Erfurt keine Anlaufpunkte für die rechte Szene geben!“

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