Archiv für den Monat November 2013

Solikonzert am 6.12.2013

Am 6.12.2013 findet im Erfurter Filler ein Solikonzert für juristisch betroffene Menschen, die sich am 17. August 2013 gegen die menschenverachtende Hetze der NPD in Erfurt engagiert haben, statt.

Betroffen sind einige, gemeint sind wir alle!

Konzert-Flyer20131206

 

 

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Bus von Erfurt nach Greiz am Samstag den 23.11.2013! – Wider dem rassistischen Mob!

Wider dem rassistischen Mob!

Am 23. November 2013 plant das fremdenfeindliche „Greizer Bürgerinitiative gegen ein Asylheim am Zschachberg“ einen Fackelmarsch durch die Stadt und kündigte ein zweites Schneeberg an. Schneeberg, nur etwa 40 Minuten von Greiz entfernt, ist in den letzten Wochen bundesweit berühmt geworden. Dort marschierten bis zu 2000 Neonazis und Bürger*innen  Hand in Hand gegen eine Flüchtlingsunterkunft.

Und auch in Greiz tobt immer wieder freitags der Deutsche Mob mit seinen menschenfeindlichen  Ressentiments vor der Behausung der Geflüchteten.

Die Gegenmobilisierung des Bürgerbündnis „Für eine solidarisches Greiz für Flüchtlinge“ konnte hingegen kaum Menschen mobilisieren. Die vor wenigen Wochen stattgefundene Demonstration „Pogrome verhindern bevor sie entstehen“ setzte mit  500 Teilnehmer*innen ein erstes Zeichen für die Solidarität mit den Geflüchteten.

Der rassistischen Hetze gilt es nun auch am Samstag, 23.11.2013, entgegentreten.

Auch aus Erfurt wird es einen koordinierte Anreise via Bus geben*. Die Tickets können ab Dienstag 19.11.2013  im RedRoXX (Pilse 29) gegen einen kleinen Beitrag von 3,00 € abgeholt werden.

*Unterstützt durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

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Gemeinsam zur an­ti­ras­sis­ti­schen De­mons­tra­ti­on nach Greiz – Solidarität mit Geflüchteten!

Aufruf der An­ti­fa­schis­ti­schen Grup­pen des Vogt­lan­des (AGV)

Pogrome verhindern bevor sie entstehen – An­ti­ras­sis­ti­sche De­mons­tra­ti­on am 9.​11.​2013 in Greiz

Pohlitz. Ein Plat­ten­bau­ge­biet am Rande der ost­thü­rin­gi­schen Kreis­stadt Greiz. Die schein­ba­re Ruhe ist seit ei­ni­gen Wo­chen ge­trübt. Seit An­fang Sep­tem­ber de­mons­triert jeden Frei­tag eine so­ge­nann­te „Bür­ger­i­ni­ta­ti­ve“ gegen ein kurz­fris­tig neu er­öff­ne­tes Wohn­heim für Flücht­lin­ge. Ein Blick auf die Agen­da der Bür­ger­initia­ti­ve zeigt schnell: es han­delt sich um ras­sis­ti­sche Kli­schees und Res­sen­ti­ments, die be­ste­hen­de Ängs­te und Vor­ur­tei­le der Be­völ­ke­rung auf­greift und ge­zielt ver­stär­ken soll. Hin­ter der In­itia­ti­ve ste­hen or­ga­ni­sier­te Nazis aus Greiz und dem Vogt­land­kreis, allen voran David Kö­ckert aus dem Um­feld der Ka­me­rad­schaf­ten „Brau­ne Teu­fel Vogt­land“ und „Rech­te Ak­ti­ons­front“ (RAF) sowie Kevin Pahn­ke, Füh­rungs­ka­der der „RNJ Vogt­land“.

Greiz 1991 – Greiz 2003 – Greiz 2013. Eine er­schre­cken­de Kon­ti­nui­tät. Be­reits im Ok­to­ber 1991 gab es einen or­ga­ni­sier­ten Über­fall auf eine Flücht­lings­un­ter­kunft in Greiz-​Irch­witz. Ende Ja­nu­ar 2003 ver­such­ten Grei­zer Nazis, die Un­ter­kunft in Irch­witz in Brand zu ste­cken. Und im Jahr 2013 be­schwö­ren or­ga­ni­sier­te Ras­sist*innen seit Wo­chen mit Fa­ckel­mär­schen die „Volks­ge­mein­schaft“. Auch wenn die tak­ti­sche Über­le­gung der Nazis und ihrer „Bür­ger­initia­ti­ve“ nicht auf­ging, die Grei­zer Be­völ­ke­rung mehr­heit­lich gegen Mi­grant*innen zu mo­bi­li­sie­ren, so ist trotz­dem ein ge­fähr­li­ches Es­ka­la­ti­ons­po­ten­ti­al vor­han­den. Ber­lin-​Hel­lers­dorf und Ros­tock-​Lich­ten­ha­gen sind nur zwei Bei­spie­le unter vie­len. Der 9.​11. ist auch Ge­denk­tag an die Po­grom­nacht, die sich mitt­ler­wei­le zum 75. Mal jährt. Die zahl­lo­sen Er­mor­de­ten, Miss­han­del­ten und an­schlie­ßend De­por­tier­ten mah­nen uns, die Fol­gen von Ras­sis­mus, Na­tio­na­lis­mus, An­ti­se­mi­tis­mus und sämt­li­chen an­de­ren dis­kri­mi­nie­ren­den Ein­stel­lun­gen nie­mals zu ver­ges­sen!

Wir wen­den uns am 9.​11. nicht al­lein gegen den rech­ten Mob, der sich auf den Stra­ßen ver­sam­melt. Ras­sis­ti­sche Dis­kri­mi­nie­rung hat viele Ge­sich­ter. Die „Fes­tung Eu­ro­pa“ rüs­tet auf, er­tränkt Flücht­lin­ge im Mit­tel­meer oder in­ter­niert sie in La­gern. Auch im Land­kreis Greiz sind Ge­flüch­te­te in so­ge­nann­ten „Ge­mein­schafts­un­ter­künf­ten“ un­ter­ge­bracht, die doch nichts an­de­res als Lager sind, unter ent­wür­di­gen­den Be­din­gun­gen. Zudem gilt im Land­kreis Greiz nach wie vor das „Gut­schein­sys­tem“. Flücht­lin­ge be­kom­men kein Bar­geld aus­ge­zahlt, son­dern müs­sen zu über­teu­er­ten Prei­sen in aus­ge­wähl­ten Ge­schäf­ten mit Gut­schei­nen be­zah­len. Dies sind nur Bei­spie­le einer lan­gen Liste in­sti­tu­tio­nel­ler Dis­kri­mi­nie­run­gen.

Wir rufen alle ak­ti­ven An­ti­fa­schist*innen und An­ti­ras­sist*innen dazu auf, sich an der Demo am 9.​11. (12 Uhr, vor dem Ar­beits­amt in der Bru­no-​Ber­g­ner-​Stra­ße) in Greiz zu be­tei­li­gen.
Lasst uns Po­gro­me ver­hin­dern, bevor sie ent­ste­hen!
Wir so­li­da­ri­sie­ren uns mit allen Flücht­lin­gen in Greiz und an­ders­wo.
Für eine so­li­da­ri­sche Ge­sell­schaft jen­seits von Dis­kri­mi­nie­rung und Volks­ge­mein­schaft. Blei­be­recht für alle!

grz_web

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