Der „Volkstod“ kam auf leisen Sohlen…

Der Volkstod kommt auf leisen Sohlen, glauben die Nazis. Nein, der Volkstod kam mit einem Skateboard nach Erfurt! Da die knapp 30 Nazis der NPD bei ihrer Kundgebung am 20. September vor dem Thüringer Landtag anfangs ernsthafte Probleme mit der Stromversorgung hatten, verzögerte sich der Beginn ihrer Kundgebung. Offensichtlich war niemand von ihnen in der Lage, ein Notstromaggregat zu starten. Macht aber nix, denn auf der Kundgebung der „antifaschistischen koordination erfurt“ [ake] wurde die antifaschistische Beschallung ordentlich laut gedreht, so dass die Nazis auch in den Genuss ordentlicher Musik mit anständigen Texten kamen.

Ein angereistes Team von Jungnazis – geschätztes Alter: höchstens 14 – lies sich nebenbei auch noch freiwillig vom „Team Green“ Portrait-Fotos anfertigen, bevor sie den Ort der NPD-Kundgebung betreten konnten. Dies sorgte für allgemeine Belustigung der ungefähr 200 Menschen, die dem Aufruf zum antifaschistischen Protest gefolgt waren.

Alles in allem war die Kundgebung der NPD ein jämmerlicher Haufen. Von ihren Redebeiträgen war nichts zu verstehen, da die Lautsprecheranlage der [ake] eindeutig mehr Bass hatte. Nach nicht einmal eineinhalb Stunden, gegen 18 Uhr, war der braune Spuk vorbei. Die „Kameraden“ liefen noch ein wenig auf ihrem „Antretplatz“ im Kreis, da sie offensichtlich die Orientierung verloren hatten und wurden von den Staatsorgangen schließlich durch die für sie aufgestellten Gitter weggeleitet.

Vielen Dank an Alle, die den erfolgreichen antifaschistischen Protest in Erfurt mit ermöglicht haben!

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