Chronik der [ake] zählt mindest 115 rechte Aktivitäten in Erfurt (2010 – 2012)

Die „antifaschistische Koordination Erfurt“ [ake] ruft am 20. September 2012 zum Protest gegen eine Kundgebung der NPD vor dem Thüringer Landtag auf. Ab 14 Uhr sind mehrere antifaschistische Kundgebungen rund um den Landtag angemeldet.

Die [ake] lädt zur antifaschistischen Spielwiese vor dem Landtag ein. Die Pressesprecherin der [ake], Uschi Klein, sagt dazu: „Wir wollen auf der Wiese direkt vor dem Landtag mit bunten Aktionen ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus setzen. Die [ake] ruft alle auf, sich an den Protesten. zu beteiligen. Als SpielerIn, ZuschauerIn oder in irgendeiner sonstigen Form.“

Wie wichtig entschiedenes Engagement gegen Nazis ist, zeigt auch die heute von der [ake] veröffentlichte Chronik von Naziaktivitäten der Jahre 2010 bis 2012. Es ist deutlich zu sehen, dass die jüngsten Vorfälle mit Neonazis in Erfurt keine neue Entwicklung und keine Einzelfälle sind. Gewalt, Aufmärsche oder Propaganda-Aktionen gab es immer.

In den vergangenen zwei Jahren hat es mindestens 115 registrierte Aktivitäten der Erfurter extremen Rechten gegeben. Darunter unter anderem 16 Aufmärsche, Kundgebungen oder Versammlungen, mindestens 15 Veranstaltungen, Vorträge oder öffentliche andere Versammlungen sowie mindestens 31 gewalttätige Übergriffe, Störungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und Hakenkreuz-Schmierereien.

„Die Verantwortlichen in der Stadt müssen endlich einsehen, dass es ein massives Problem mit Nazis in Erfurt gibt. Da helfen keine Sonntagsreden mehr. Trotz der Vorfälle in Erfurt werden Naziveranstaltungen, wie am 1. Mai 2012 oder am 1. September 2012, nicht verhindert. In Weimar hingegen war ein Verbot von Veranstaltungen der selben Gruppen am selben Tag möglich. Hier hat Erfurt Nachholbedarf.“

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