Protest gegen Nazizentrum in Guthmannshausen

„Mein Ex-Mann hatte schon damals sehr viele Kontakte in die rechtsextremistische Szene.“ So beschreibt die Ex-Frau von Wolfram Schiedewitz ihren früheren Mann. Wolfram Schiedewitz ist der aktuelle Vorsitzende des geschichtsrevisionistischen „Gedächtnisstätten e.V.“. Dieser Verein steht im engen Zusammenhang mit dem mittlerweile verbotenen Verein von Holocaustleugnern „Collegium Humanum“.
Ein Beleg hierfür ist das die Holcaustleugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel, die bis zum Verbot des „Collegium Humanums“ dem Vorstand angehörte und die Hauptrednerin bei der Eröffnung der „neuen Heimstätte“ des „Gedächtnisstätten e.V.“ im thüringischen Guthmannshausen war.

Dass es sich bei dem „Gedächtnisstätten e.V.“ um einen Verein der extremen Rechten und ein Sammelbecken von Geschichtsrevisionisten handelt, wird wieder mal an diesem Wochenende deutlich. So hat Wolfram Schiedewitz, der öffentlich bestreitet der extremen Rechten anzugehören, für dieses Wochenden seinen Verein zu einem Vortragswochenende nach Guthmannshausen eingeladen, die Referenten sind alle bekannte Redner der extremen Rechten:

Adolf Frerk
Hans-Joachim von Leesen
Richard Melisch

Der ehemalige Oberstudienrat Adolf Frerk war/ist Funktionär bei den Republikanern und hatte schon mehrer Verfahren wegen Volksverhetzung am Hals. Aktuell fällt er vorallem als Leserbriefschreiber in der rechten Zeitung „Junge Freiheit“ auf. Frerk war auch schon früher Gast und Referent beim „Gedächtnisstätten e.V.“ u.a. 2009 in Borna.

Hans-Joachim von Leesen ist ein bekannter geschichtsrevisionistischer Autor, der unter anderem ein Buch über den angeblichen Bombenterror der Allierten gegen Nazideutschland geschrieben hat. Leesen war eine zeitlang Geschäftsführer des „Schleswig Holsteinischen Heimatbundes“. In dieser Zeit setzte sich der Bund für die Eingliederung des dänischen Teils von Schleswig nach Deutschland ein. Neben seinen Tätigkeiten als Buchautor ist Leesen Redakteur der „Jungen Freiheit“ gewesen und hat in mehreren Zeitungen der extremen Rechten veröffentlicht. (Ostpreußenblatt, Deutsche Militärzeitung, Preußische Allgemeine Zeitung)

Der letzte Referent am Wochenende ist der Wiener Publizist Richard Melisch. Melisch ist mit seinen antisemitischen Verschwörungstheorien zur Globalisierung ein gern gesehener Gast bei NPD-Veranstaltungen. Für ihn ist die Globalisierung durch eine „Allianz von Pentagon und Wall Street“ gesteuert .

„Diese Zusammenstellung von Referenten verdeutlicht, dass sich auf dem ehemaligen Rittergut in Guthmannshausen ein Sammelbecken von Holcaustleugner, Geschichtsrevisionisten und sonstiger extremen Rechten befindet.“ so stellt Uschi Klein [AKE] fest
„Wolfram Schiedewitz kann noch so oft beteuern, dass er nicht der extremen Rechten angehört, aber dieses Vortragswochende beweist mal wieder das Gegenteil.“

Wessen Geisteskind Schiedewitz und der „Gedächtnisstätten e.V.“ sind wird auch wieder vom 22. bis zum 24. Juni deutlich, wenn die „Schlesische Jugend“ Gast sein wird auf dem ehemaligen Rittergut in Guthmannshausen.
An diesem Wochenende wird die „Schlesiche Jugend“, bei der es sich um eine Gruppierung der völkischen Rechten handelt die durch das Verbot der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ einen starken zulauf hatte, ihre Sommersonnenwende in Guthmannshausen feiern.

„Dies werden wir nicht umkommentiert hinnehmen“ so Uschi Klein für die Antifaschistische Koordination Erfurt. „Wir rufen alle dazu auf Geschichtsrevisionisten, Holocaustleugner und sonstigen Nazis entschieden entgegenzutreten. Das Rittergut in Guthmannshausen darf kein Ort für die Verbereitung von menschenverachtenden Ideologien sein.“

Aus diesem Grund ruft die AKE zu Protesten gegen Wolfram Schiedewitz und seinen „Verein Gedächtnisstätte“ und die Schlesische Jugend auf.

Keinen Fußbreit dem Faschismus

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: